Das Klima der Aufklärung

Mi, 12-14, LG 1, 214

Kursbeschreibung:

Wenn heutzutage von Klimawandel und Klimakatastrophe die Rede ist, wird dabei meist übersehen, dass das „Klima“ eine lange Geschichte hat, die nicht nur natur-, sondern auch kulturgeschichtlich geprägt ist. Die so genannte Klimatheorie, die die Lebensbedingungen auf der Erde in Abhängigkeit von klimatischen Zonen betrachtet, reicht bis in die Antike zurück, gewinnt vor allem im Zeitalter der Aufklärung an Bedeutung und setzt sich bis in die Geopolitik des 20. Jahrhunderts hinein fort. Das Seminar wird diese Traditionslinie verfolgen und sich dabei vor allem auf die Rolle der Klimatheorie im Denken und in der Literatur der Aufklärung konzentrieren. Grundlagentexte der Klimatheorie von Montesquieus Esprit des lois bis zu Rousseau und Herder sollen dabei ebenso herangezogen werden wie fiktionale Texte. Auf diesem Weg soll eine fundierte Annäherung an die Frage möglich werden, inwiefern noch die aktuelle Diskussion um den Begriff des ‚Klimas‘ von bestimmten kulturgeschichtlichen Vorannahmen geprägt ist, die durch einen Einblick in die Geschichte der Klimatheorie besser verständlich wird.

Kursmaterialien
(alle Dateien sind zugangsgeschützt, Kennwort beim Kursleiter erfragbar):

 



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